Ausgabe 3/2019

 

Sehr geehrte Leserinnen und Leser
des Lufthansa Politikbriefes,

wie kann der Luftverkehr auch künftig weltweit Wirtschaftsmotor sein, Menschen, Kulturen und Kontinente zusammenbringen – und gleichzeitig Klima und Umwelt weniger belasten? Auf der ersten Nationalen Luftfahrtkonferenz in Leipzig haben Politik, Gewerkschaften und Luftfahrtindustrie Mitte August dazu wesentliche Eckpunkte verabschiedet. Dabei sind drei Aspekte von besonderer Bedeutung. Erstens will die Bundesregierung das Thema Single European Sky auf die Agenda ihrer EU-Ratspräsidentschaft im zweiten Halbjahr 2020 nehmen. Die erfolgreiche Umsetzung eines einheitlichen europäischen Luftraums würde nicht nur mehr Kapazität und damit mehr Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit im Flugverkehr schaffen, sondern auch erheblich zum Klimaschutz beitragen. Durch optimierte Streckenführung könnten die CO2-Emissionen des Luftverkehrs in Europa um bis zu zehn Prozent sinken. Zweitens sollen Innovationen gefördert werden. Das Vorhaben einer gemeinsamen Roadmap von Industrie und Politik für CO2-neutrale Power-to-Liquid (PtL)-Kraftstoffe sollte rasch in die Tat umgesetzt werden. Drittens will die Politik internationale Klimaschutzinstrumente wie den EU-Emissionshandel und das globale Kompensationssystem CORSIA stärken. Gerade im weltweit organsierten Luftverkehr sind das die richtigen Ansätze.

Die Industrie ist ihrerseits gefordert, das Fliegen immer umweltverträglicher zu machen. Die Lufthansa Group übernimmt mit zahlreichen Projekten und Maßnahmen Verantwortung. Unser wichtigster Beitrag: Wir investieren jedes Jahr Milliarden Euro in neue, treibstoffeffiziente Flugzeuge, die bis zu einem Viertel weniger CO2 ausstoßen als ihre Vorgängermodelle. Im Schnitt erhält die Lufthansa Group in den nächsten zehn Jahren alle zwei Wochen ein neues Flugzeug. Damit wir weiter so kraftvoll investieren können, sind wir auf konstruktive politische Flankierung angewiesen. Als global agierendes Unternehmen brauchen wir international abgestimmte Lösungen, die dem weltweiten Wettbewerb Rechnung tragen.

Über diese und weitere Themen informieren wir Sie gern im aktuellen Politikbrief.

 

Andreas Bartels

Leiter Konzernkommunikation 
Lufthansa Group

Dr. Kay Lindemann

Leiter Konzernpolitik
Lufthansa Group

Der Lufthansa Politikbrief als Online- oder PDF-Version WEBPDF 

Themenübersicht


Nachhaltig fliegen

Lufthansa übernimmt Verantwortung

Eine Welt ohne Fliegen ist heute nicht mehr vorstellbar: Wir bringen Menschen, Kulturen, Kontinente und Wirtschaftsräume zusammen. Luftfahrt steht für Völkerverständigung und Wohlstand. Insofern ist die Luftfahrt – ohne Übertreibung – bedeutsam für eine friedliche Welt.  ...weiter


Effektiver Klimaschutz

Im Luftverkehr geht das nur international

Es gibt sie – Flugtickets für unter 10 Euro. Irrationale Preise, die ökologisch, ökonomisch und politisch unverantwortlich sind. 10-Euro-Tickets machen die Branche zur Zielscheibe für Kritik. Die dadurch künstlich kreierte Nachfrage verstopft zudem unnötig den Luftraum. Lufthansa geht einen anderen Weg. Wir wollen ein qualitatives und verantwortungsvolles Wachstum.

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CO₂-Kompensation

Wir fördern klimaschonendes Reisen

Wer reist, verursacht CO₂-Emissionen. Das gilt auch für den Luftverkehr. Um die Klimaeffekte auszugleichen, bietet die Lufthansa Group neben den bereits vorhandenen Möglichkeiten neue Angebote, um aktiv zu werden. 

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Unternehmensstrategie

Kerngeschäft stärken

Die Lufthansa Group ist breit aufgestellt. Sie umfasst Airlines, Lufthansa Cargo, Lufthansa Technik und mit der LSG Group auch einen Cateringkonzern. Angesichts wachsender Herausforderungen hat die Lufthansa Group entschieden, die LSG zu verkaufen. Dass diese strategisch notwendige Entscheidung in der öffentlichen Debatte Fragen auslöst und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern erst einmal Sorgen macht, ist mehr als verständlich. Dem ist sich die Unternehmensleitung bewusst und geht den Verkaufs­prozess mit großer Sorgfalt und Verantwortung an. ...weiter


Gastartikel

Lärmentgelte mit Augenmaß nutzen

„Lärmabhängige Entgelte haben sich in Deutschland bereits in den 1970er Jahren etabliert. Die entsprechenden Lärmzuschläge sollen für die Airlines Anreize schaffen, möglichst leise Flugzeuge einzusetzen. Das Prinzip ist einfach: Je lauter ein Flugzeugtyp, desto höher sind die Entgelte, die eine Fluggesellschaft bezahlen muss. Damit sollen die Anwohner von Flughäfen vor Fluglärm entlastet werden. Unsere Flughäfen sind bei dem Thema weltweit Vorreiter…“  ...weiter


Lounge

Wasser für große Pläne

Die Schülerinnen und Schüler haben große Pläne. Viele wollen später studieren, um Lehrer, Ärzte oder Ingenieure zu werden. Doch der Weg dahin ist schwer. Sie leben in Uganda, einem der ärmsten Länder der Welt. An ihrer Divine Mercy High School in Kyotera teilen sich die rund 300 Schüler – von denen etwa 80 Prozent aufgrund zu langer Schulwege dort leben – 6 Toiletten. Und Wasser ist Mangelware. Der Brunnen ist regelmäßig ausgetrocknet. Wer Durst hat, muss oft zu den öffentlichen Zapfstellen laufen und dort Wasser kaufen. Das soll nun anders werden.  ...weiter


Telegramm

Aktuelle Kurzmeldungen

Preisvergleich: Fliegen teurer als Bahnfahren


Medizinische Versorgung:

EKG in 10.000 Metern Höhe


Zuverlässigkeit:

Investitionen haben sich gelohnt


Lufthansa Technik:

Ausbildungs­offensive 2019


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